Erstmals gibt es in Berlin Mpox-Fälle mit Viren, die nicht eingeschleppt, sondern direkt vor Ort übertragen wurden. Wer jetzt besonders auf den Impfschutz achten sollte. Nachdem Wissenschaftler in Großbritannien vor Kurzem eine neue Variante des Mpox-Virus entdeckt haben, erregt es erneut Aufmerksamkeit: Das Mpox-Virus zirkuliert inzwischen in Berlin , sodass auch hier Ansteckungen möglich sind, warnt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso). Erstmals wurden demnach Mpox-Fälle mit dem Virus der ansteckenderen Klade Ib festgestellt, bei denen die Infektion in Berlin selbst erfolgte. In der Vergangenheit standen Infektionen mit diesem Virus immer in direktem oder indirektem Zusammenhang mit Reisen in Länder, in denen das Virus verbreitet ist. "Mpox der Klade Ib ist nun in Berlin angekommen. Die wichtigste Präventionsmaßnahme gegen eine Erkrankung und schwere Verläufe ist die Impfung", betonte Lageso-Präsident Alexander Straßmeir. Mpox: Diese Symptome sind möglich Seit Mitte Dezember 2025 wurden drei Fälle der Klade Ib in Berlin bestätigt, zwei davon vermutlich durch lokale Ansteckung. Alle Betroffenen sind Männer zwischen 30 und 50 Jahren. Sie zählen zur Risikogruppe, denn betroffen sind laut Lageso vor allem Männer, die Sex mit Männern haben. Zwei waren den Angaben zufolge ungeimpft und erkrankten mit typischen Symptomen wie Fieber, Hautläsionen und Lymphknotenschwellungen . Ein einmal geimpfter Mann zeigte leichtere Beschwerden. Auch international wurden mindestens zwei weitere Fälle mit der Klade-Ib und möglichem Infektionsort Berlin gemeldet. Risikogruppen und Impfempfehlung Eine Impfempfehlung besteht demnach insbesondere für Männer und trans sowie nicht binäre Personen, die Sex mit Männern haben und dabei häufig den Partner wechseln, sowie für Sexarbeiter. Das Lageso rät, den Impfschutz zu prüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Mpox-Impfung bei erhöhtem Ansteckungsrisiko oder nach dem Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person. Ein erhöhtes Infektionsrisiko haben neben der oben genannten Gruppe vor allem Forscherinnen und Forscher, die mit Mpox-Viren arbeiten. Nach einem Kontakt zu infizierten Personen sollte die Impfung möglichst frühzeitig in einem Zeitraum von bis zu 14 Tagen erfolgen. Der Impfstoff ist für Personen ab dem Alter von 18 Jahren zugelassen. Die Grundimmunisierung besteht für diejenigen, die in der Vergangenheit keine Pockenimpfung erhalten haben , aus der Verabreichung von zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 28 Tagen.