Die Diagnose "Krebsstadium 4" ist für Betroffene und Angehörige ein Schock. Heilung ist dann nicht mehr möglich – aber Lebensqualität und Hoffnung schon. Patrice Aminati hat Hautkrebs im Endstadium. Bereits Mitte des Jahres sprach sie in einem Interview über ihre unheilbare Krebserkrankung : Offen sagte sie, sie befinde sich im "Krebsstadium 4, nicht mehr heilbar". Nun machte Patrice Aminati die Trennung von Ehemann Daniel Aminati publik . Sie schrieb: "Wir haben uns als Liebespaar verloren." Ihr gesundheitlicher Zustand habe nichts mit dem Ehe-Aus zu tun, betonte sie. Doch was bedeutet die Diagnose Krebs im Stadium 4 eigentlich genau? Was bedeutet die Diagnose "schwarzer Hautkrebs"? Schwarzer Hautkrebs (Melanom) sieht auf heller Haut meist aus wie ein unregelmäßig geformter dunkler Hautfleck. Er gehört neben weißem Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen der Haut. Einiges Formen des Melanoms wachsen nur langsame und lassen sich operativ gut entfernen. Andere jedoch wachsen schneller und dringen tief in die Haut und benachbartes Gewebe ein. Sie breiten sich zudem leichter über das Blut- oder Lymphsystem aus und bilden früher Metastasen in anderen Körperregionen. Diese aggressiven Melanom können ohne Behandlung innerhalb weniger Monate zum Tod führen. Allerdings wird in Deutschland mehr als die Hälfte der Melanome in einem frühen Stadium entdeckt sodass die meisten Betroffenen die Erkrankung überleben. Nicht zwangsläufig das Ende – aber nicht mehr heilbar Bei Krebs im Stadium 4 handelt es sich um die letzte Phase einer Krebserkrankung, in der eine Heilung aus medizinischer Sicht nicht mehr möglich ist. Der Tumor hat sich bereits in andere Körperregionen ausgebreitet, das heißt, es haben sich sogenannte Metastasen gebildet. Häufig wurden auch andere Organe oder Lymphknoten befallen. Die Krebszellen wachsen weiter, oft schnell und aggressiv, und beeinträchtigen zunehmend lebenswichtige Funktionen. Trotzdem bedeutet Stadium 4 – auch häufig Endstadium genannt – nicht zwangsläufig, dass das Lebensende unmittelbar bevorsteht. Viele Betroffene leben mit dieser Diagnose noch Monate, manchmal sogar Jahre – abhängig von Krebsart, Behandlungen und körperlichem Allgemeinzustand. Symptome bei metastasiertem Krebs: Was passiert im Körper? Bei Krebs im Endstadium: wächst der Tumor weiter, oft schnell und unkontrolliert, sind meist die Lymphknoten befallen, entstehen Metastasen in lebenswichtigen Organen wie Leber, Lunge oder Gehirn, ist das Immunsystem geschwächt, was Infektionen und Entzündungen begünstigt und es schwinden zunehmend die körperlichen Reserven. Typische Symptome in dieser Zeit sind eine tiefe, anhaltende Erschöpfung, die sich auch durch Schlaf nicht bessert, sowie deutlicher Gewichtsverlust. Viele Patienten verlieren ihren Appetit oder können nur noch wenig essen. Dazu kommen oft Wassereinlagerungen im Bauch oder im Brustbereich – Folgen davon, dass die Lymphflüssigkeit nicht mehr richtig abfließen kann. Lesen Sie auch: Wie merkt man, dass man Krebs hat? Krebs im Endstadium: Was bedeutet palliative Behandlung? Im Fokus steht nun nicht mehr die Bekämpfung der Krankheit, sondern die Lebensqualität. Die sogenannte palliative Versorgung soll Beschwerden lindern, Schmerzen kontrollieren und dem Alltag neue Struktur und Würde geben. Neben Medikamenten spielen dabei auch Gespräche, psychologische Hilfe und körperliche Therapien eine große Rolle. Gerade in dieser Lebensphase zählt jede Form der Unterstützung. Für Angehörige und Nahestehende ist es besonders schwer, diesen Prozess zu begleiten. Die Veränderungen im Wesen, das Schwinden der Kräfte, die Ungewissheit über den Verlauf – all das fordert viel Kraft, Geduld und Zuwendung. Umso wichtiger ist es, den erkrankten Menschen nicht nur als Patienten zu sehen, sondern als Mensch mit Hoffnungen, Ängsten, Erinnerungen und Wünschen. Selbst wenn die Zeit begrenzt ist, kann sie wertvoll sein. Patrice Aminati formulierte es mit berührender Klarheit: Sie wolle nicht resignieren, sondern hoffen – auf Zeit und auf ein Medikament. Die Krebsforschung entwickelt sich stetig weiter. Neue Immuntherapien oder zielgerichtete Medikamente geben vielen Betroffenen auch in der schwersten Phase des Lebens Hoffnung.