Trockene Haut im Alter: Die besten Pflege- und Beautytipps im Überblick

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Reife Haut ist anspruchsvoll, was die Hautpflege anbelangt. Wer auf die Bedürfnisse der alternden Haut eingeht, kann sogar Fältchen mildern. Rötungen, Trockenheit, Spannen und Juckreiz der Haut zeigen sich mit fortschreitendem Alter häufiger. Auch die Faltenbildung nimmt zu. Die richtige Pflege bei reifer Haut ist essenziell. Was trockene Haut im Alter braucht und worauf es bei der Reinigung und Pflege ankommt, weiß Hautärztin Dr. Ellen Meyer-Rogge aus Karlsruhe. Wann beginnt die Haut zu altern? Kaum zu glauben, aber wahr: Bereits ab Mitte 20 verändert sich die Haut. Sie wird zunehmend trockener und zeigt erste feine Linien. Ab Mitte 30 wird die Elastizität des Bindegewebes schwächer und die Linien vertiefen sich. Erste Falten zeigen sich auf der Haut – besonders im Gesicht. Dort ist die Haut durch die Mimik stark gefordert und zudem äußeren Einflüssen wie Sonne und Kälte ausgesetzt. "Je älter die Haut wird, desto mehr lassen Durchblutung, Spannkraft, Talgproduktion und Feuchtigkeitsgehalt nach. Neben Falten können weitere optische altersbedingte Veränderungen auftreten, etwa Altersflecken und Alterswarzen ", erklärt Dr. Ellen Meyer-Rogge, Hautärztin in Karlsruhe und Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD). Hautschutztipp: Haut-Check beim Hautarzt Da mit zunehmendem Alter das Risiko für Hautkrebs zunimmt, sollten Leberflecken verstärkt im Blick behalten werden, rät die Expertin. Das Hautkrebs-Screening beim Hautarzt sei eine wichtige Vorsorgeuntersuchung zum frühzeitigen Erkennen von bösartigen Hautveränderungen beziehungsweise deren Vorstufen. Ergänzend sollte man die Haut regelmäßig selbst untersuchen. Zeig sich eine neue Hautveränderung auf der Haut oder wird eine bestehende Hautveränderung größer, ist ein Arztbesuch anzuraten. Das gilt auch dann, wenn die Hautveränderung erhaben ist, verschiedene Pigmentierungen zeigt oder am Rand ausgefranst erscheint. "Auch kleine Stellen, die nässen, immer wieder bluten und nicht recht abheilen wollen, sind ein Warnzeichen, insbesondere für weißen Hautkrebs", sagt Meyer-Rogge. Pflegetipp für gesunde Haut: Sonnencreme nutzen Ein weiterer wichtiger Schutz- und Pflegetipp für reifer werdende Haut ist: ein guter Sonnenschutz. UV-Licht gehört laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zu den größten Risikofaktoren für die Haut. Langfristige Wirkungen an der Haut seien vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs. Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor hilft nicht nur, das Hautkrebsrisiko zu senken, sondern bremst auch die Hautalterung. Was UV-Strahlung mit der Haut macht Verantwortlich für die Hautalterung und andere langfristige Schäden ist vor allem UV-A-Strahlung. Sie ist langwelliger als UV-B-Strahlung und dringt tiefer in die Haut ein. UV-A-Strahlung beschleunigt unter anderem den Kollagenabbau der Haut und verursacht Elastizitätsverlust, Pigmentveränderungen und Zellschäden. UV-B-Strahlung fördert zusätzlich Entzündungsprozesse und ruft DNA-Schäden hervor, die zu Mutationen und Krebs führen können. "Ist die Haut ungeschützt der Sonne ausgesetzt, summiert sich die UV-Einwirkung über die Jahre. Die Haut altert schneller, Altersflecken zeigen sich früher und das Risiko für Hautkrebs steigt", erklärt Meyer-Rogge. Beautytipps für reife Haut: weniger Alkohol, nicht rauchen Neben Sonnenstrahlung zählen Alkohol und Rauchen zu den größten Gefahren für faltige und trockene Haut im Alter. Alkohol und Rauchen entziehen der Haut Feuchtigkeit, verschlechtern die Durchblutung, fördern Entzündungsprozesse und verlangsamen die Hauterneuerung. Die Haut sieht zunehmend grau und trocken aus und wirkt schlaff. "Rauchen und Alkohol beschleunigen die Hautalterung deutlich. Was Ihre Haut hingegen jung hält, ist eine gesunde, zucker- und salzarme Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, guter Schlaf, eine auf die Bedürfnisse der Haut abgestimmte Pflege und auch mal eine durchblutungsfördernde Massage", sagt Meyer-Rogge. Wie reinigt man alternde Haut richtig? Reife Haut verliert zunehmend Feuchtigkeit und auch die Talgproduktion lässt nach. Die Haut wird im Alter trockener und empfindlicher und reagiert nicht selten mit Rötungen, Spannen und Juckreiz. Bei der Hautreinigung ist es daher wichtig, darauf zu achten, möglichst sanfte Produkte zu nutzen, ohne aggressive Tenside , Alkohol oder reizende Inhaltsstoffe. "Je mehr ein Reinigungsprodukt schäumt, desto stärker entfettet es die Haut – und desto länger benötigt die Haut, den natürlichen Schutzmantel wieder aufzubauen", erklärt Meyer-Rogge. "Trockene, rote Stellen und Juckreiz sind ein erster Hinweis auf eine zu intensive Reinigung." Je milder, desto besser Laut der Dermatologin kommt trockene Haut im Alter am besten mit sehr milden, pH-neuralen Reinigungsprodukten ohne Duftstoffe und Alkohol zurecht. Für den Körper kann das gerne ein Reinigungsöl sein, für das Gesicht ein Reinigungsöl oder eine Reinigungsmilch. "Für die schonende Gesichtsreinigung ist ein weiches, angefeuchtetes Wattepad gut geeignet, auf welches Sie das Produkt geben. Starkes Rubbeln mit Reinigungsbürstchen oder Waschlappen sollten Sie besser vermeiden", rät die Expertin. Besser sei ein sanftes Peeling, welches einmal in der Woche angewendet wird, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Welche Gesichtspflege verwöhnt trockene Haut im Alter? Trockene Haut im Alter darf mit reichhaltigeren Pflegeprodukten verwöhnt werden. Sogenannte Wasser-in-Öl-Produkte geben der Haut Fett zurück und lassen sie glatter und frischer erscheinen. Wirkstoffe wie Urea, Vitamin C, Sheabutter, Kokos- oder Mandelöl, Panthenol, Calendula oder Kamille werden von vielen als wohltuende Zutat in Cremes geschätzt. "Anti-Aging-Produkte sind auf die Bedürfnisse der alternden Haut abgestimmt. Wer ein Produkt gefunden hat, welches er oder sie mag und gut verträgt, sollte dabei bleiben. Trockene Haut ist empfindlich und reagiert leicht mit Reizungen. Hier ist weniger mehr. Zu viel experimentieren sollte man nicht", rät Meyer-Rogge. Kann man Falten wegcremen? Eine Hoffnung macht die Expertin allerdings zunichte: Falten lassen sich nicht wegcremen. Es ist dem natürlichen Alterungsprozess geschuldet, dass die Haut an Elastizität verliert und Falten bildet. Mit einer abgestimmten Pflege lässt sich ein frisches Hautbild unterstützen und feine Trockenheitsfältchen optisch leicht aufpolstern. "Eine Pflege, die den Alterungsprozess aufhält oder rückgängig macht, gibt es nicht", sagt Meyer-Rogge. "Effekte, wie sie im Bereich der ästhetischen Medizin möglich sind, etwa durch Laserbehandlungen, Botox- oder Hyaluron-Spritzen, sind mit alleinigem Cremen nicht zu erreichen. Und einmal anders gefragt: Hat ein Gesicht mit Falten nicht auch eine wertvolle Geschichte zu erzählen? Will man diese wirklich 'wegradieren'?"
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