Diabetes mellitus Typ 2
Herz-Kreislauf-Erkrankung
10 bis 40 mild Herzinfarkt
rheumatische Erkrankung
Abszess (Eiteransammlung im Gewebe)
40 bis 100 mäßig Harnwegsinfekt
bakterielle Bronchitis
bakterielle Mandelentzündung
über 100 stark schwerer, durch Bakterien oder Pilze verursachter Infekt
schwere Verletzungen
große Operationen
Erhöhter CRP-Wert bei Übergewicht – wie ist der Zusammenhang? Fettgewebe – vor allem das sogenannte Viszeralfett, welches die inneren Organe umgibt – setzt verschiedene Botenstoffe frei, die Entzündungen im Körper fördern können. Darum ist der CRP-Wert übergewichtiger Menschen häufig dauerhaft leicht erhöht. C-reaktives Protein: Was bringt ein CRP-Test? Einen genauen CRP-Wert kann nur eine Blutuntersuchung im Labor liefern. Es gibt jedoch sogenannte CRP-Schnelltests, die binnen weniger Minuten anzeigen, ob der Wert im normalen, im leicht erhöhten oder im stark erhöhten Bereich liegt. Zum Einsatz kommen diese Tests vor allem in hausärztlichen und kinderärztlichen Praxen. Denn diese sind in der Regel die erste Anlaufstelle, wenn eine Person Anzeichen für einen Infekt bei sich oder ihrem Kind bemerkt. Der CRP-Test soll der Ärztin oder dem Arzt dabei helfen, im Gesamtkontext der Beschwerden einzuschätzen, ob der Infekt eine Behandlung mit Antibiotika erfordert oder nicht: Zeigt der Test normale CRP-Werte an, handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine bakterielle Erkrankung, sondern um eine Virusinfektion . Antibiotika zu verordnen, wäre dann unsinnig, weil diese Mittel nur Bakterien abtöten. Zeigt der Test hingegen deutlich erhöhte Werte an und deuten auch die anderen Untersuchungsbefunde auf einen bakteriellen Infekt hin, so spricht dies für eine Therapie mit Antibiotika. C-reaktives Protein: Was bedeutet ein CRP-Wert über 100? Ein CRP-Wert über 100 Milligramm pro Liter Blut spricht dafür, dass irgendwo im Körper viel Gewebe beschädigt wurde und das Immunsystem mit einer heftigen Entzündung reagiert. Mögliche Ursachen sind etwa schwere Verletzungen und große chirurgische Eingriffe. Ein derart hoher CRP-Wert kann aber auch auf einen schweren, durch Bakterien (oder seltener Pilze) verursachten Infekt hindeuten, etwa eine starke Lungenentzündung oder Harnwegsinfektion. Auf deutlich über 100 können die Werte auch bei einer sogenannten Blutvergiftung (Sepsis) ansteigen. Dabei handelt es sich um ein lebensbedrohliches Organversagen infolge einer fehlregulierten Abwehrreaktion auf eine Infektion. Vereinfacht erklärt: Der Körper reagiert nicht angemessen und wirksam auf eine Infektion und schädigt bei seinen Abwehrversuchen so viel eigenes Gewebe, dass Organe versagen. C-reaktives Protein: CRP-Wert bei Rheuma Der CRP-Wert kann auch bei entzündlichen Formen von Rheuma ansteigen, beispielsweise bei der rheumatoiden Arthritis, die mit wiederkehrenden Gelenkbeschwerden einhergeht, und der Polymyalgia rheumatica, die sich vor allem durch Muskelschmerzen äußert. Das ist ein wichtiger Unterschied zu anderen Erkrankungen, die ähnliche Symptome verursachen, aber nicht mit einer im Blut nachweisbaren Entzündung einhergehen. Ein Beispiel hierfür ist die Arthrose , umgangssprachlich Gelenkverschleiß genannt. Wenn eine Person Beschwerden hat, die auf eine rheumatische Krankheit hindeuten, wird die Ärztin oder der Arzt daher auch den CRP-Wert und andere Entzündungswerte im Blut bestimmen lassen. Sind diese erhöht, ist das ein möglicher Hinweis auf Rheuma – sofern es keine andere Ursache für die Entzündung gibt, wie zum Beispiel einen Infekt. Umgekehrt spricht ein normaler CRP-Wert jedoch nicht unbedingt gegen eine entzündliche rheumatische Krankheit: Bei manchen nachweislich Erkrankten ist der CRP-Wert nicht erhöht. Insbesondere dann, wenn sich die Erkrankung noch in einem frühen Stadium befindet, steigen die Entzündungswerte im Blut nicht unbedingt an. Bei der Diagnose von Rheuma spielt der CRP-Wert somit zwar durchaus eine Rolle, aber keine entscheidende. Ob jemand eine rheumatische Krankheit hat oder nicht, lässt sich erst nach einer umfassenden Untersuchung beurteilen. Dazu macht sich die Ärztin oder der Arzt ein genaues Bild von den Beschwerden der betroffenen Person. Zudem lassen sich neben den Entzündungswerten noch weitere Blutwerte bestimmen, etwa die Rheumafaktoren und andere körpereigene Abwehrstoffe. Häufig ist darüber hinaus eine Untersuchung mit bildgebenden Verfahren nötig. CRP-Wert in der Behandlung von Rheuma Für die Rheumatherapie ist der CRP ebenfalls von Bedeutung. Wer an rheumatoider Arthritis oder einer anderen entzündlichen Form von Rheuma erkrankt ist, erhält zur Behandlung Medikamente, die die Entzündung eindämmen sollen. Bei der rheumatoiden Arthritis setzt sich die medikamentöse Behandlung meist aus zwei verschiedenen Arten von Arzneien zusammen, nämlich aus: Kortison, einem entzündungshemmenden Mittel, das akute Entzündungen lindern kann, Medikamenten, die das Fortschreiten der Erkrankung langfristig bremsen sollen. Ob die Behandlung wirklich hilft, kontrolliert die Ärztin oder der Arzt durch weitere Untersuchungen. Dabei wird auch der CRP-Wert im Blut bestimmt: Sinkt der CRP-Wert im Laufe der Behandlung ab, schlägt diese offenbar an. Dann wird die Ärztin oder der Arzt in der Regel anordnen, die Dosis des Kortisons allmählich zu senken. Kortison wirkt zwar meist schnell, bringt aber auch Nebenwirkungen mit sich, die vor allem bei längerfristiger Einnahme auftreten. Daher sollten Betroffene es nur so lange wie nötig einnehmen. Bleibt der CRP-Wert trotz der Medikamente erhöht und bessern sich auch die Beschwerden nicht oder kaum, zeigt die Therapie offenbar nicht ausreichend Wirkung. In diesem Fall wird die Ärztin oder der Arzt erwägen, andere Mittel zu verordnen. C-reaktives Protein: Wie lässt sich der CRP-Wert senken? Der CRP-Wert sinkt von selbst, wenn die Entzündung abklingt. Welche Maßnahmen dabei helfen, hängt von der Ursache ab: Hat ein bakterieller Infekt die Entzündung ausgelöst, können dazu Antibiotika nötig sein. Bei rheumatischen Erkrankungen können entzündungshemmende Medikamente den CRP-Wert senken. Leicht erhöhte Entzündungswerte bei Übergewicht oder Diabetes mellitus Typ 2 können sich durch Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung verbessern.
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