Herzexperten: Neun Regeln für gesundes Herz-Kreislauf-System – Risiko sinkt

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Herzgesund essen und das möglichst ein Leben lang? Neue Empfehlungen zeigen, auf welche kleinen Änderungen es ankommt. Trotz besserer Aufklärung sind Bluthochdruck , Diabetes und Übergewicht in der Bevölkerung weitverbreitet. Häufig spielen eine ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel als Ursachen eine Rolle. Eine aktuelle Stellungnahme der American Heart Association stellt nun heraus: Wer sich dauerhaft ausgewogen ernährt, kann sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken. Neu ist vor allem, dass mehr Wert auf pflanzliche Eiweißquellen und möglichst unverarbeitete Lebensmittel gelegt wird. "Was Sie Ihrem Körper zuführen, beeinflusst maßgeblich, wie er funktioniert und sich im Laufe des Älterwerdens verändert", sagte Alice Lichtenstein, ehrenamtliche Vorsitzende des Autorenteams der wissenschaftlichen Stellungnahme. "Eine gesunde Ernährungsweise kann die Gesundheit und das Wohlbefinden ein Leben lang unterstützen, weit über die Herzgesundheit hinaus." Herzinfarkt und Schlaganfall : Drei Dinge senken das Infarktrisiko um 60 Prozent Neue Analyse: Diese Alltags-Medikamente belasten das Herz Tipps für ein gesundes Herz: Worauf kommt es an? Den Fachleuten zufolge sind insbesondere neun Regeln für eine herzgesunde Ernährung wesentlich: Kalorienzufuhr und -verbrauch im Blick halten: Ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und zu halten, ist wichtig. Daher gilt es, darauf zu achten, wie viel man isst und wie viel man sich bewegt. Viel Gemüse und Obst essen: Am besten frisch, möglichst bunt und vielfältig. Aber auch tiefgekühlt oder aus der Dose können Obst und Gemüse Nährstoffe liefern. Besser Vollkorn statt Weißmehl: Vollkornbrot, Naturreis und Haferflocken sind bessere Optionen als Weißbrot oder weißer Reis. Gesunde Eiweißquellen wählen: Ideal sind pflanzliche Proteinlieferanten wie Hülsenfrüchte (etwa Bohnen, Erbsen, Linsen), Nüsse und Samen. Fisch und Meeresfrüchte dürfen regelmäßig auf den Tisch kommen. Auch fettarme Milchprodukte können Eiweiß liefern. Rotes Fleisch sollte hingegen selten und wenn, dann möglichst mager und in kleinen Portionen genossen werden. Ungesättigte (gute) Fette bevorzugen: Gesunde ungesättigte Fette, etwa aus Nüssen, Samen, Avocados und pflanzlichen Ölen, sind der Herzgesundheit zuträglich. Weniger hoch verarbeitete Lebensmittel: Am besten Lebensmittel möglichst naturbelassen und mit wenig zugesetzten Inhaltsstoffen verzehren; hoch verarbeitete Produkte mit vielen Zusätzen nur in Maßen. Zugesetzten Zucker einschränken: Von zuckerhaltigen Getränken und Lebensmitteln mit zugesetztem Zucker wird abgeraten. Salzarm essen und wenig nachsalzen: Bei Fertigprodukten auf einen niedrigen Natriumgehalt achten. Wenn möglich, salzarm essen; statt mit Salz lieber mit Kräutern, Gewürzen oder Zitronensaft würzen. Alkohol einschränken oder vermeiden: Alkohol kann das Risiko für Bluthochdruck und andere Gesundheitsprobleme steigern. Wer nicht trinkt, sollte am besten gar nicht damit anfangen. Früh anfangen lohnt sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickeln sich über viele Jahre und haben ihre Wurzeln oft schon früh im Leben. Daher ist es wichtig, dass gesunde Ernährungsgewohnheiten bereits in der Kindheit angenommen und möglichst ein Leben lang beibehalten werden. "Der beste Weg, dies zu erreichen, besteht darin, dass Erwachsene herzgesunde Ernährungsweisen zu Hause und auch außerhalb vorleben", sagt Lichtenstein. Eine solche Ernährung könne sich auch positiv auf andere Krankheiten auswirken, wie etwa Typ-2-Diabetes, Nierenerkrankungen, manche Krebsarten oder die Gehirngesundheit. Dabei gehe es den Forschern nicht darum, dass alle Regeln immer 100-prozentig befolgt werden sollen. Vielmehr gehe es darum, dass man Fortschritte macht. Denn jede Entscheidung für eine gesündere Alternative sei immer auch ein Schritt in ein gesünderes Leben.
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