Masern breiten sich in Europa aus: Sechs Länder verlieren Status

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Die Weltgesundheitsorganisation schlägt Alarm: In vielen Ländern Europas kehren die Masern zurück – wegen zu niedriger Impfquoten. Masern galten in vielen Ländern als nahezu besiegt. Doch 2024 meldeten gleich mehrere europäische Staaten wieder eine anhaltende Verbreitung des Virus. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verloren Armenien , Österreich , Aserbaidschan, Spanien , Großbritannien und Usbekistan ihren Status als "masernfrei". Masern: Fallzahlen steigen rasant Allein in der EU wurden 2024 mehr als 35.000 Masernfälle registriert – zehnmal mehr als im Jahr zuvor. Besonders häufig betroffen waren Babys und Kleinkinder. Diese Länder meldeten deutliche Anstiege: Großbritannien: fast 3.000 Fälle im Jahr 2024, so viele wie seit 2012 nicht mehr Spanien: 400 Fälle im Jahr 2025, doppelt so viele wie im Vorjahr Österreich: 542 Fälle im Jahr 2024 (Vorjahr: 186) Tausende Fälle: Großbritannien verliert den Status "masernfrei" Wirksamer Schutz: Für wen die Masernimpfung Pflicht ist Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung. Wer nicht geimpft ist, hat ein hohes Risiko, sich bei Kontakt mit einer infizierten Person anzustecken. Zu den typischen Symptomen zählen Husten, Schnupfen , Fieber und ein roter Hautausschlag. Eine spezielle Behandlung gibt es nicht. Die Krankheit heilt in der Regel nach etwa zwei Wochen von selbst. Doch Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen können lebensgefährlich sein. Nur die Impfung schützt wirksam Die WHO empfiehlt eine Durchimpfungsrate von mindestens 95 Prozent. Nur so lasse sich die Krankheit stoppen. Doch genau diese Quote wird in vielen Ländern derzeit nicht erreicht. In Deutschland gilt seit März 2020 eine Masernimpfpflicht für Kinder und bestimmte Berufsgruppen. Kinder müssen beim Eintritt in Kita oder Schule nachweisen, dass sie die zwei empfohlenen Masernimpfungen erhalten haben. Auch Beschäftigte in Gemeinschaftseinrichtungen und im Gesundheitswesen, etwa Erzieher, Lehrer oder Pflegekräfte, müssen geimpft sein. Ziel der Maßnahme ist es, Ausbrüche zu verhindern und besonders gefährdete Menschen zu schützen, etwa Säuglinge, die noch zu jung für eine Impfung sind. Wer keinen Nachweis vorlegt, dem drohen Bußgelder oder ein Ausschluss vom Besuch der Einrichtung.
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