RSV-Infektion: Wie lange ist man ansteckend?

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RS-Viren sind sehr ansteckend und verbreiten sich schnell. Wer die Ansteckungsgefahr kennt, kann jedoch einiges tun, um sie möglichst gering zu halten. Das respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein häufiger Auslöser von Atemwegsinfekten. Bei ansonsten gesunden Erwachsenen verläuft der Infekt überwiegend mild und macht sich allenfalls als leichte Erkältung bemerkbar. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen erkranken jedoch häufig schwer daran. Für sie sind Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung daher besonders wichtig. Wann beginnt die Ansteckungsgefahr? Nach der Ansteckung mit RS-Viren dauert es meist zwei bis acht (im Durchschnitt fünf) Tage, bis die ersten Symptome auftreten (sogenannte Inkubationszeit). Aber schon vorher, nämlich etwa ein bis zwei Tage nach der Infektion, können Betroffene bereits andere Menschen anstecken. Das bedeutet, auch Personen, die sich womöglich noch gesund fühlen, können die Krankheitserreger bereits weitergeben. Deswegen verbreiten sich RS-Viren leicht, insbesondere an Orten, wo es zu vielen Kontakten kommt (etwa Familien, Kitas, Schulen). RSV-Infekt: Wie lässt er sich behandeln? RSV-Schutzimpfung: Für wen wird sie empfohlen? Wie lange ist man mit RSV ansteckend? In der Regel hält die Ansteckungsfähigkeit bei einer RSV-Infektion etwa drei bis acht Tage an. Bei ansonsten gesunden Menschen klingt die Ansteckungsphase meist innerhalb einer Woche wieder ab. Es gibt jedoch Ausnahmen: Früh- und Neugeborene, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Personen, bei denen die Immunabwehr mit Medikamenten unterdrückt wird, können RS-Viren über mehrere Wochen, vereinzelt über Monate ausscheiden. Sie bleiben damit entsprechend länger ansteckend. Wie lange dauern die Symptome bei einem RSV-Infekt? Eine Erkrankung durch RS-Viren dauert in der Regel drei bis zwölf Tage. Typische Symptome sind anfangs Schnupfen , trockener Husten , Halsschmerzen und Fieber . Allerdings erweist sich der Husten mitunter als hartnäckig und kann deutlich länger bestehen bleiben (teilweise mehrere Wochen), auch wenn die Person dann nicht mehr ansteckend ist. Infekt mit RS-Viren: So macht er sich bei Erwachsenen bemerkbar Schutz vor RSV: Was bringen Desinfektionsmaßnahmen? Wichtig zu wissen: Bei ansonsten gesunden Erwachsenen oder Jugendlichen verläuft ein RSV-Infekt nicht selten ohne spürbare Beschwerden. Betroffene können die Erreger dennoch weitergeben und andere anstecken. Wie wird RSV übertragen? RS-Viren verbreiten sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion (etwa beim Husten oder Niesen). Aber auch per Schmierinfektion über Hände oder Gegenstände kann man sich anstecken. Wichtig zu wissen: Die Viren können auf Oberflächen oder Händen eine Weile überdauern, was die Gefahr einer indirekten Ansteckung begünstigt. Wie lässt sich eine Ansteckung vermeiden? Bei einer Infektion mit RS-Viren kann Ansteckungsgefahr bestehen, noch ehe Symptome auftreten. In manchen Fällen verläuft der Infekt auch gänzlich ohne Beschwerden und bleibt möglicherweise unbemerkt. Daher ist es im Alltag ratsam, gewisse einfache Hygienemaßnahmen immer zu beherzigen, um sich und andere vor RSV (und anderen Krankheitserregern) zu schützen. Zu diesen zählen etwa: regelmäßiges Händewaschen nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge husten oder niesen Kontakt zu besonders gefährdeten Personen vermeiden, wenn man krank ist zusammen mit anderen genutzte Innenräume häufig lüften Zudem empfehlen Fachleute, allen Neugeborenen und Säuglingen vor oder in ihrer ersten RSV-Saison Antikörper gegen das Virus zu verabreichen (sogenannte passive Immunisierung). Für ältere Erwachsene besteht überdies die Möglichkeit, sich einmalig gegen RSV impfen zu lassen.
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